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einen interessanten weil direkten blick in die internationalität und an die spitze eines wirtschaftszweiges geworfen. eine mögliche, wenn vielleicht auch tote zukunft.
der reiz der herausforderung macht die entscheidung zur abkehr nicht leichter.

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"das mondschaf spricht zu sich im traum:
ich bin des weltalls dunkler raum."

christian morgenstern, aus: das mondschaf

8.1.07 09:01


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der tag verliert sich im vakuum von halbschlaf und gedanken- losigkeit. es verzieht die zeit bis zur trost- und sinnlosen unkenntlichkeit.

feuer auf der haut; ein neugieriger, etwas irritierter blick. meine hände wiesen es ab, und so verglühte es rasch und beschämt ob seiner dreistigkeit.

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„was deine haut nicht berührt, berührt auch nicht dein herz. Du denkst mit ihr, sie ist dein gedächtnis.
hinter der haut beginnt schon das verwesen."

dimitré dinev, aus: haut und himmel

3.1.07 10:49


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jahrelange überlegungen und fieberhafte suchen münden nun doch zwangsläufig im naheliegendsten und banalsten, das ich nur finden konnte.
eigentlich... deprimierend.

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"leben ohne zu lesen ist gefährlich, weil man sich mit dem leben begnügen muss;
das kann dazu führen, dass man risiken eingeht."

michel houellebecq, aus: plattform

2.1.07 09:03


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bilanz um kleintode und neuanfänge.
aus etwas seltsam anmutender distanz gedanken an die vielen morde, die toten und tot gesagten.
letztendlich befindet man sie natürlich doch als gut und erwartet freudig das künftige.

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"verzieht nicht das gesicht - tut bloß nicht so, als wärt ihr an der wahrheit interessiert.
die wahrheit gibts geschenkt, aber keiner will sie haben, weil sie doch nur deprimiert."

elisabeth, aus: kitsch

1.1.07 09:03


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bei einem kurzen blick in die heutigen schriften drehte sich mir derartig der magen um, dass ich mich leider gezwungen sah, durch gedankliche umschreibungen einiger buchstaben die worte an die versammelte gemeinde zu ändern.
somit habe ich mich selbst und entgültig aus den diensten entlassen. welche schande.

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"ich reite die schlange und erfand den schakal; und jesus christus aß gerne milka schokolade.
gott mag diesen song, ich habe ihn erwirkt. hau ab gott, verpisst euch doch.
ich muss an den hummer denkseln und nicht an den songsel, sangsel.."

bethlehem, aus: schatten aus der alexanderwelt

30.12.06 19:48


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neuen und etwas wunderlichen hang zu geschenkspapier entdeckt. habe mich entschlossen, mehr zu verschenken und einzupacken um den kauf neuen papiers zu rechtfertigen.

allgemein zu schnell von a nach b reisend wurde mir heute doch tatsächlich zum ersten mal ein diesen umstand anerkennendes foto geschossen.

mein ipod verursacht stimmen im rücken ähnelnde nebengeräusche, die fröhlich meiner angehenden paranoia zuträglich sind. man versucht, sie zu ignorieren solange sie real sind.

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"aus langeweile springt die frau von nebenan von einer brücke,
was sie immer gern im herbst im roten laub tut."

rainer von vielen, aus: räderwerk

29.12.06 08:25


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ist es nicht schön, ein subjekt im ritus seiner selbstglorifizierung unter dem deckmantel von religion zu beobachten; wie es sich vor sich selbst heimlich heiliger als jesus christus macht und trotzdem innerlich zerfleischt?

farben. neue versuche, näher am ziel.

und: eine küche voll geballter und personifizierter dummheit verbraucht zwar keine geistigen ressourcen, benötigt aber dennoch enormen energieaufwand.

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"du hast die wahl ob hier das paradies oder die hölle ist
denn du bist schöpfer deiner welt obwohl du teil von ihr bist."

thomas d, aus: lektionen in demut

26.12.06 08:37


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nacht um nacht das selbe morden.
verschiedene wiederholungsträume, und neue optionen - im endeffekt gleich, da immer der selbe ausgang. egal wer oder wie; tote gibt es unter garantie.

man arbeitet zusätzlich noch fleißig an einem magengeschwür.
dazu ist familie doch schließlich da, nicht wahr?

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"aber du bist der tod. du streifst umher und tötest!"
"ich töte? da irrst du dich. die leute kommen von ganz allein ums leben."

terry pratchett, aus: gevatter tod

25.12.06 08:55


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durch eine abmachung von der noch keiner wusste wieder einen guten freund aus alten tagen getroffen. zu meiner freude scheint er auch endlich vom tod meines bruders erfahren zu haben.

initiiert durch das wiedersehen zu viel in der vergangenheit gewühlt. es tut weh.

pünktlich und verlässlich ist auch die weihnachtsaggression wieder da. durch die feiertage wird die grenze der lächerlichkeit deutlicher, an der die familie knapp vorbeizuschrammen scheint.

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"für den menschen gibt es nur eine wahrheit, das ist die, die aus ihm einen menschen macht."

antoine de saint-exupéry, aus: wind, sand und sterne

23.12.06 08:53


sagen sie etwas

so sagen sie doch etwas.

...

...

wie war es damals?

was meinen sie?

was ich sage.

ich verstehe nicht.

das dachte ich mir schon.

erklären sie sich.

als es noch blumen gab.

es unterschied sich nicht.

sie lügen doch. es müssen welten sein.

das wissen sie doch nicht.

wieso?

sie fragten doch.

mein fehler.

sehrwohl.

...

...

...und wie war es nun?

es unterschied sich kaum.

und was?

die blumen.

ja?

sie waren schön.

5.7.07 09:58


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